Auch in 2007 gibt es wieder zu wenig Ausbildungsplätze. Hier liest du, was Vertreter der Wirtschaft und der Bundesagentur für Arbeit dazu sagen.
Die Medien berichten seit Wochen über den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland:
Die Wirtschaft boomt.
Dieser Aufschwung hat sich bisher aber noch nicht auf die Zahl der freien Ausbildungsstellen ausgewirkt. Noch immer fehlen für dieses Jahr 210.000 betriebliche Ausbildungsplätze.
Was sagen Vertreter aus der Wirtschaft und von der Bundesagentur für Arbeit dazu?
Wirtschaft:
Ludwig Braun, der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), ignoriert offensichtlich die Zahlen. Er sagt, der Aufschwung habe auch die Ausbildungsplätze erreicht.
Bundesagentur für Arbeit
Raimund Becker, Vorstandsmitglied bei der Bundesagentur für Arbeit, berichtete der BILD, dass über die Hälfte der Bewerber noch aus dem letzten Jahr stammen. Sie hatten sich schon 2006 um einem Ausbildungsplatz beworben, sind aber leer ausgegangen.
Er hat einen einfachen Tipp, wie man doch noch an einen Ausbildungsplatz kommen kann:
Die Ausbildungsplatzsuchenden müssen mehr Flexibilität zeigen. Man müsse sich auch mal vom Traumberuf lösen können und bereit sein, etwas anderes zu machen.
Mehr Ausbildungsplätze sind möglich - mit der Umlagefinanzierung
Wenn es mehr Bewerber als freie Ausbildungsplätze gibt, müssen mehr Ausbildungsstellen geschaffen werden.
Die Unternehmen haben es bisher trotz verschiedener Zusagen nicht erreicht, ausreichend Ausbildungsplätze anzubieten.
Daher fordert die IG Metall die Umlagefinanzierung. Dabei zahlen Betriebe, die nicht ausbilden, in einen Fonds. Mit diesem Geld werden dann Firmen unterstützt, die ausbilden.
Hier findest du mehr zur
Umlagefinanzierung.