Bewerbung
Bewerbungsratgeber mit Tipps und Tricks gibt es wie Sand am Meer, deshalb kann hier nur ein erster Überblick gegeben werden.
Im Folgenden findest du Infos zur Art der Bewerbung, zum Bewerbungsgespräch und zum Assessment Center.
Wenn du Fragen hast, die an dieser Stelle nicht beantwortet werden, kannst du dich gerne an
igmetall4you wenden.
Bewerbungsmappe, E-Mail & Online-Formular
![]() Foto: © Franzi / PIXELIO |
Zuerst solltest du klären, welche Form der Bewerbung die jeweilige Firma bevorzugt. Dies findest du meistens über die Internetseite des Unternehmens heraus oder du rufst bei den Ansprechpartnern an.
Im Folgenden sind ein paar Standards aufgelistet, die du bei den verschiedenen Bewerbungsformen beachten solltest.
(Wichtig: Die hier genannten Beispiele erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit!)
Papier
- Standards: Schriftgröße zwischen 10 und 12 Punkt wählen, keine allzu farbenfrohen Mappen verwenden, hochwertiges Papier (80 oder 90 Gramm) benutzen
- Anschreiben: am besten direkte persönliche Anrede des Ansprechpartners, falls gefordert Gehaltsvorstellungen und möglichen Eintrittstermin angeben, Unterschrift nicht vergessen (am besten mit Tinte), Anschreiben als losen Brief auf die Mappe legen
- Lebenslauf: Gliederung (Persönliche Daten, Bildungsgang, Praktika/Berufserfahrung, Zusatzqualifikationen, Sprachkenntnisse, Besonderheiten, Datum und Unterschrift), Angabe von Monats- und Jahreszeiträumen ist ausreichend, "Lücken" im Lebenslauf von mehr als 3 Monaten so weit wie möglich füllen (selbstverständlich ohne dabei zu schummeln!)
- Foto: von einem professionellen Fotografen anfertigen lassen, auf ein separates Deckblatt oder rechts oben auf dem Lebenslauf befestigen (nicht mit Tacker oder Büroklammer)
- Anlagen: Arbeitszeugnisse (falls schon vorhanden), Hochschulzeugnisse, Praktikumszeugnisse, Hochschulzugangsberechtigung (nichtbeglaubigte Kopien sind meist ausreichend)
![]() Foto: © Tim Heinrichs-Noll / PIXELIO |
- Anschreiben: direkt in die E-Mail oder als Anlage
- Anlagen: Dokumente wie Lebenslauf und Zeugnisse einscannen, gängige Dateiformate wie .doc oder .pdf verwenden, insgesamt maximal 1 MB
- Adresse und Telefonnummer: Auch wenn es sich um eine E-Mail-Bewerbung handelt - Adresse und Telefonnummer sollten zusätzlich im Briefkopf und bei den persönlichen Daten im Lebenslauf aufgeführt werden
Online-Formular
![]() Foto: © Claudia Hautumm / PIXELIO |
- Drop-Down-Felder: Die so genannten Drop-Down-Menüs sind ein Zeichen dafür, dass die Daten in einer Datenbank hinterlegt werden. Deshalb alle Felder ausfüllen, sonst kann es passieren, dass du bei einer speziellen Abfrage von der Datenbank nicht gefunden wirst.
- Stichwortauswahl: Datenbanken können die elektronischen Bewerbungsformulare nach Schlagwörtern durchsuchen. Deshalb solltest du darauf achten, dass die Stichworte, zu denen du gefunden werden möchtest, in deiner Online-Bewerbung vorkommen.
Bewerbungsgespräch
10 Regeln für das Bewerbungsgespräch
1) Üben
Du kannst die folgenden Punkte ruhig mal mit einem Freund oder einer Freundin durchspielen.
Selbst wenn das bei euch zu einigen Lachern führen wird, kann dein Gegenüber dir danach Punkte nennen, an denen du unsicher warst oder dich in einem ungünstigen Licht dargestellt hast.
2) Vorbereitung
Geh nicht unvorbereitet in ein Vorstellungsgespräch.
3) Stift und Papier mitnehmen
Du solltest zum Gespräch auf jeden Fall Stift und Papier mitnehmen. Das kann hilfreich sein, wenn Namen genannt werden oder du dir notieren musst, welche Unterlagen du nachreichen sollst.
Das Handy herauszukramen, um dir dort eine Notiz zu machen, solltest du besser vermeiden.
4) Unterlagen mitnehmen
Es kann immer sein, dass noch weitere Personen zum Vorstellungsgespräch hinzukommen.
Für diesen Fall solltest du eine Kopie deines Lebenslaufs dabei haben.
Falls du andere Unterlagen hast, die eventuell im Gespräch von Interesse sein könnten (z. B. deine Diplomarbeit) kann es nicht schaden, sie im passenden Moment aus der Tasche ziehen zu können.
5) Zeit einplanen
Es ist besser, du bist zu früh dran, als dass du in Zeitnot gerätst.
Du solltest immer etwas Zeit einplanen für die Anmeldung beim Pförtner, einen Toilettengang etc.
6) Information über das Unternehmen
Informiere dich im Vorfeld ausführlich (über Internet, Freunde, Bekannte) über das Unternehmen.
7) Information über den Job
Du solltest wissen, welche Aufgaben dich in dem Job erwarten, um den du dich bewirbst.
8) Lebenslauf
Bereite dich auf mögliche Fragen zu deinem Lebenslauf vor (z. B. warum du nach der Ausbildung ein Studium angefangen hast, warum du dein erstes Studium angebrochen hast etc.).
Eine kurze, aber einleuchtende Erklärung ist hier besser als lange Rechtfertigungen.
9) Fragen stellen
Du bekommst im Bewerbungsgespräch die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Darauf solltest du dich unbedingt vorbereiten.
Beschränke dich hier nicht darauf, nur nach Vergütung und Urlaub zu fragen. Überlege dir Fragen, die dein Interesse an dem Job und an dem Unternehmen unterstreichen.
10) Augenkontakt suchen
Du solltest im Gespräch den Augenkontakt zu dem oder den Anwesenden suchen.
Gerade wenn mehrere Personen im Raum sind, ist es wichtig, dass du alle einmal angesehen hast.
Wichtig:
- Es kann passieren, dass Unternehmen im Bewerbungsgespräch plötzlich einen Teil in einer von dir in der Bewerbung genannten Sprache führen. Also am besten vorher ein paar Sätze zurechtlegen!
- Wer in seiner Bewerbung eine Sprache als "verhandlungssicher" angegeben hat, sollte damit rechnen, dass eventuell das gesamte Bewerbungsgespräch in dieser Sprache geführt wird!
Assessment-Center (AC)
![]() Foto: © C. Nöhren / PIXELIO |
Assessment Center bestehen aus folgenden Elementen:
- Gruppenarbeit, praxisnahe Übungen, Rollenspiele (Dauer: 15 bis 90 Minuten)
- Teilweise Einzelgespräche/Einzelaufgaben
- Beobachtung durch mehrere Personen
Eine ganz genaue Vorbereitung auf ein Assessment Center ist nicht möglich, da die AC je nach Unternehmen unterschiedlich angelegt sein können.
Wichtig:
- Die gute Mischung macht´s: Passivität und ständige Zurückhaltung sind genauso unangebracht wie ständig alles an sich zu reißen und andere nicht zu Wort kommen zu lassen.
- Am besten ist immer noch "Sei du selbst". Wenn du dich verstellst, könnte es sein, dass du schnell verkrampft wirkst.
- Meistens findet nach einem AC ein Feedback-Gespräch mit den Beobachtern statt. Hier solltest du dich aber nicht entspannt zurücklehnen - es kann nämlich sein, dass die erste Frage lautet: "Wie schätzen Sie selbst Ihre heutigen Leistungen ein?"! Nutze also vorher eine Pause oder eine Wartezeit dazu, um dein Verhalten und deine Leistung zu beurteilen. Selbstüberschätzung ist hier genauso wenig gefragt wie Ausflüchte und Ausreden.







