Ingenieurdienstleister
Ingenieurdienstleister - Engineering-Dienstleister - Ingenieurbüros
Was ist ein Ingenieurdienstleister?
Ingenieurdienstleister nennen sich z. B. auch Engineering-Dienstleister oder Ingenieurbüros.
Es handelt sich dabei um Unternehmen, die Dienstleistungen von Ingenieuren für andere Firmen anbieten.
Das Angebot reicht meist von der Konzeption über die Entwicklung bis hin zur kompletten Konstruktion von Produkten.
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Welche Einsatzmöglichkeiten und Arbeitsverträge gibt es bei Ingenieurdienstleistern?
Wer bei einem Ingenieurdienstleister anfängt, sollte wissen, dass es verschiedene Einsatzmöglichkeiten gibt. Diese beruhen auf unterschiedlichen arbeitsvertraglichen Grundlagen.
Zwei grundlegende Varianten von Arbeitsverträgen
- Befristete Arbeitsverträge haben ein festgelegtes Enddatum und laufen ohne Kündigung aus.
- Unbefristete Arbeitsverträge laufen ohne Enddatum. Sie können nur durch Kündigung des Arbeitgebers oder des Arbeitnehmers beendet werden. (Hinweis: In der Regel gilt eine Probezeit von bis zu 6 Monaten.)
Leistungsspektrum von Ingenieurdienstleistern
- Verleih von Mitarbeitern in die Unternehmen ihrer Kunden (Leiharbeit nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz)
- Abschluss eines Werkvertrags mit dem Kunden
- Unterhaltung von eigenen Ingenieurbüros (meist an verschiedenen Standorten)
- Übernahme von Personalmanagement bzw. Arbeitsvermittlung
Bei manchen Ingenieurdienstleistern sind mehrere oder alle der genannten Formen vorhanden.
Arbeitnehmerüberlassung - Werkvertrag - Ingenieurbüro
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Verleihung nach AÜG |
Werkvertrag |
Ingenieurbüro |
Arbeitsvertrag |
zwischen Arbeitnehmer und Ingenieur- |
zwischen |
zwischen Arbeitnehmer und Ingenieur- |
Besonderes Gesetz |
Arbeitnehmer- |
§631 BGB |
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Einsatzort |
im Unternehmen des Kunden |
im Unternehmen des Kunden |
im Ingenieurbüro/ |
Wichtig |
Arbeitsverträge beziehen sich i. d. R. auf Tarifverträge |
Werkvertrag zwischen Ingenieurdienstleister und Kunde/ |
teilweise gelten Tarifverträge |
Personalmanagement - Arbeitsvermittlung
Einige Ingenieurdienstleister bieten ihren Kunden Personalmanagement an. Das bedeutet, dass sie bei freien Stellen den Bewerbungsprozess übernehmen. Sie suchen nach geeigneten Fachkräften, treffen eine Vorauswahl der Bewerber und führen erste Vorstellungsgespräche durch.
Für den Arbeitsvertrag gibt es hierbei zwei Möglichkeiten:
- Direkteinstellung: Der Bewerber bekommt einen Arbeitsvertrag mit dem einstellenden Kunden-Unternehmen.
- Verleihung nach Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG): Der Bewerber vereinbart zunächst einen Vertrag im Rahmen des AÜG bei dem Ingenieurdienstleister. Ziel ist grundsätzlich, dass er mit dem einstellenden Kunden-Unternehmen einen Arbeitsvertrag abschließt.
Ich bin auf Jobsuche - soll ich bei einem Ingenieurdienstleister anfangen?
![]() Foto: © Simple / PIXELIO |
Letztendlich musst du das natürlich selbst entscheiden. Im Folgenden sind einige Punkte aufgeführt, die bei der Entscheidung behilflich sein können.
Chancen
Die Arbeit bei einem Ingenieurdienstleister kann aufgrund verschiedener Projekte und Aufgaben sowie dem Einsatz bei unterschiedlichen Kunden sehr abwechslungsreich sein. Es können vielfältige Erfahrungen gesammelt werden.
Gerade wenn die Einsätze beim Kunden erfolgen, sollte man dazu bereit sein, sich häufiger auf ein neues Arbeitsumfeld, andere Kollegen etc. einzustellen. Wer damit kein Problem hat, für den käme ein Job bei einem Ingenieurdienstleister infrage.
Risiken
Trotz dieser genannten Möglichkeiten sollte nicht vergessen werden, dass es sich bei den Arten der Einstellung oft um ungesicherte Arbeitsverhältnisse handelt:
- Nicht bei allen Ingenieurdienstleistern gelten
Tarifverträge. Alle Bedingungen müssen selbst im Arbeitsvertrag ausgehandelt und vereinbart werden. Welche Einstiegsgehälter für Absolventen üblich sind, findest du hier:
Einstiegsgehälter für Ingenieure. Außerdem: Flyer
Ingenieurgehälter in NRW
- Häufig gibt es keinen Betriebsrat, der sich für die Interessen der Mitarbeiter einsetzt oder Betriebsvereinbarungen zu wichtigen Themen mit der Geschäftsleitung abschließen kann.
- Oft werden die Arbeitsverträge nur für kurze Zeit bzw. für begrenzte Projekte abgeschlossen. Dadurch besteht die Gefahr, dass Mitarbeiter von Ingenieurdienstleistern bei bestimmten Vorkommnissen (z. B. Krankheit) relativ kurzfristig eine Kündigung erhalten.
- Ob aus einem Arbeitsverhältnis im Rahmen von Leiharbeit tatsächlich eine unbefristete Anstellung bei einem der Kundenunternehmen erfolgt, ist nicht garantiert.
Fazit
Wie und ob es nach der Arbeit bei einem Ingenieurdienstleister für dich weitergeht, ist völlig offen.
Du hast keine langfristige Perspektive und der Ingenieurdienstleister muss dich nach Auslaufen des Vertrags nicht mehr weiterbeschäftigten. Er ist nicht verpflichtet, dich vor Auslaufen des Vertrags über die Beendigung oder Fortführung des Arbeitsverhältnisses zu informieren.
Was hat die IG Metall mit Ingenieurdienstleistern zu tun?
Bei vielen Ingenieurdienstleistern gelten Tarifverträge. So z. B. bei dem Engineering-Dienstleister Ferchau Engineering, der mit der IG Metall einen Tarifvertrag abgeschlossen hat.
Außerdem bietet die IG Metall für ihre Mitglieder Rechtsberatung an, prüft Arbeitsverträge sowie Arbeitszeugnisse und unterstützt, wenn es mal Ärger bei der Arbeit gibt.
Wenn du weitere Fragen hast, über deine Erfahrungen berichten oder dich informieren möchtest, ob bei einem bestimmten Ingenieurdienstleister ein Tarifvertrag gilt, melde dich einfach bei
igmetall4you.





