Über 1.200 waren bei der Kfz-Aktionskonferenz in Essen dabei! Du auch? - Außerdem: Was das Bild hier mit dem Osterhasen, einem Video-Clip und der IG Metall Jugend Märkischer Kreis zu tun hat...
In der zur Zeit laufenden Kfz-Tarifrunde in Nordrhein-Westfalen fordert die IG Metall die Steigerung der Einkommen um 5%.
Die Arbeitgeber wollen die Verlängerung der Arbeitszeit auf 40 Stunden pro Woche - und zwar unbezahlt. Dazu wollen sie auch noch den Urlaub kürzen und vieles mehr.
Kfz-Aktionskonferenz Nordrhein-Westfalen
Bei der Kfz-Aktionskonferenz, die am Samstag, den 8. März 2008 in Essen stattgefunden hat, nahmen über 1.200 Betriebsräte, Vertrauensleute und Beschäftigte aus Betrieben des Kfz-Handwerks in Nordrhein-Westfalen teil.
Damit haben sie das Startzeichen für die Warnstreiks in der kommenden Woche gesetzt. In der Zeit vom 12.-14. März 2008 wird es in den Betrieben der Branche Arbeitsniederlegungen geben. Außerdem werden in mehreren Städten Demonstrationen und Kundgebungen stattfinden.
Welche Auswirkungen kann die Verlängerung der Arbeitszeit haben?
Die Antwort der IG Metall Jugend Märkischer Kreis siehst du in ihrem "Osterclip". Der bekam übrigens auf der Kfz-Aktionskonferenz viel Applaus. Guck dir das Video auf YouTube an:
Osterclip - IG Metall Jugend Märkischer Kreis
Alle Infos zur Kfz-Tarifrunde in NRW, Bildergalerien und was das alles mit dir zu tun hat, bekommst du auf der Spezial-Seite von igmetall4you:
Aktiv für Tarif - Kfz-Tarif-NRW
Stimmen von der Kfz-Aktionskonferenz
Als Redner war Detlef Wetzel, 2. Vorsitzender der IG Metall, auf der Aktionskonferenz zu Gast:
"Hier geht es ums Ganze. Wir werden nicht zulassen, dass die Beschäftigten ihren tarifvertraglichen Schutz verlieren und damit der ungehemmte Wettlauf um schlechteste Arbeitsbedingungen und niedrigste Löhne eröffnet wird.
Das haben wir bereits vor einem Jahr bewiesen, als über 10.000 Warnstreikende in Nordrhein-Westfalen für dieses Bundesland den Erhalt der Tarifbindung und den neuen Tarifvertrag durchgesetzt haben.
Dieser Erfolg macht Schule. 10.000 neue Mitglieder haben wir seitdem bundesweit im Kfz-Handwerk gewonnen, über 4.000 allein in NRW."
Oliver Burkhard, Bezirkleiter der IG Metall Nordrhein-Westfalen:
"Was die Arbeitgeber derzeit planen, das ist der ganz brutale Griff in die Taschen der Beschäftigten. Bis zu 14,3 % ihres Einkommens soll sie allein die Arbeitszeitausweitung kosten, bis zu 3.000 € würden sie verlieren.
Auf jedem 6. bis 7. Arbeitsplatz droht den Beschäftigten der Jobverlust, weil andere durch ihre Mehrarbeit die Aufgaben mit übernehmen würden. Auszubildenden bliebe die Übernahme verwehrt. Wer so mit seinen Beschäftigten, den hoch qualifizierten Fachkräften und dem Nachwuchs umgeht, der untergräbt die Zukunftsaussichten einer ganzen Branche.
Alle Beschäftigten rufen wir deshalb auf, mit ihrer Beteiligung an den Warnstreiks bei den Arbeitgebern für die Rückkehr zur Vernunft zu sorgen."
In Hessen konnten sich zwischenzeitig die IG Metall und die Arbeitgeber für das Kfz-Gewerbe auf ein Verhandlungsergebnis verständigen. Ab dem 01.04.2008 wird es für eine Laufzeit von 26 Monaten in drei Stufen mehr Geld geben. Bis zum Ende der Laufzeit steigen damit die Einkommen um insgesamt 6,5 Prozent. Weiterhin gilt dort unverändert der Flächentarifvertrag und der bestehende Manteltarifvertrag.
Werner Birkhahn, IG Metall Verhandlungsführer für das Kfz-Handwerk in Nordrhein-Westfalen:
"Was dort möglich ist, dass muss mindestens auch in Nordrhein-Westfalen machbar sein. In Hessen herrschen dieselben Wettbewerbsbedingungen wie in NRW. Aber hier sitzen die Scharfmacher, dort gibt es die Besonnenen."



