Ergebnis nach 18 Stunden Tarifverhandlungen - Einmalzahlungen - Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen
In den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie wurde am heutigen frühen Morgen nach 18 Stunden ein Ergebnis erzielt. Die 34.000 Beschäftigten der Textil- und Bekleidungsindustrie in Nordrhein-Westfalen erhalten damit mehr Geld.
Das Ergebnis
- Mai bis Dezember 2009: Monatliche Einmalzahlung von 42,50€ (Auszubildende: 21,25€)
- Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen ab dem 1. Januar 2010 um 1,5%. Zusätzlich werden sie tabellenwirksam um einen Festbetrag von 40€ erhöht (Auszubildende: 20€).
Aus wirtschaftlichen Gründen kann die Einmalzahlung von 42,50€ und die prozentuale Lohn- und Gehaltserhöhung von 1,5% im Rahmen einer freiwilligen Betriebsvereinbarung gekürzt oder ganz ausgesetzt werden. Dabei ist eine Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung Voraussetzung. Diese Einmalzahlung kann auch betrieblich verdoppelt werden. Die Erhöhungen der Ausbildungsvergütungen können nicht verschoben oder gekürzt werden.
- Februar-Abrechnung 2011: Eine weitere Einmalzahlung von 99€ (Auszubildende: 49,50€) für die Monate Januar und Februar
- Laufzeit des Tarifvertrags: 24 Monate
Ergebnis der Verhandlungen ist auch, dass eine Expertengruppe der Tarifparteien bis zum 31. Oktober 2009 Vorschläge zu neuen Vereinbarungen vorlegen wird
- zur Altersteilzeit
- zur Übernahme der Auszubildenden
- zur Arbeitszeit
Heide Schnare, IG Metall-Tarifexpertin in Nordrhein-Westfalen:
"Erreicht wurde ein passgenauer Tarifabschluss in wirtschaftlich turbulenter Zeit, mit einer starken sozialen Komponente. Besonders den Beschäftigten in unteren Entgeltgruppen bringen die vereinbarten Festbeträge ein Plus. In den Betrieben mit erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten kann der Beschäftigungssicherung Priorität gegeben werden. Soweit es wirtschaftlich besser läuft, ist die Verdopplung der Einmalzahlungen vorgesehen."



