3.500 Menschen haben sich an Warnstreiks beteiligt - Rheine: Aussperrung der Mitarbeiter in drei Betrieben - Jetzt angucken: Video vom Warnstreik
In der Textil- und Bekleidungsindustrie in Nordrhein-Westfalen gab es in den vergangenen Tagen Warnstreiks
Der Grund dafür ist, dass die Arbeitgeber in den bisherigen Tarifverhandlungen nur unzureichende Angebote gemacht haben. Die Forderung der IG Metall nach einer unbefristeten Übernahme nach der Ausbildung lehnen sie sogar ganz ab.
In Nordrhein-Westfalen haben daher bisher 3.500 Menschen aus 37 Betrieben an Warnstreiks teilgenommen. Damit zeigen sie den Arbeitgebern, dass sie entschlossen hinter den Tarifforderungen stehen.
Das zeigte Wirkung:
Die Arbeitgeber haben nach den ersten Warnstreiks das Angebot gemacht, die Tarifverhandlungen am 10. März 2008 fortzusetzen.
In Rheine reagierten drei Betriebe mit Aussperrung
Was ist Aussperrung?
Während Tarifverhandlungen ist das Druckmittel der IG Metall der Streik. Die Arbeitgeber haben auch ein Druckmittel, und zwar die Aussperrung. Damit wollen sie einen Streik abwehren.
Aussperrung bedeutet, dass die Arbeitgeber denjenigen, die an einem Streik teilnehmen, einfach die Tür vor der Nase zumachen.
Genau das ist in Rheine passiert.
Als die Mitarbeiter der drei Betriebe vom 1-stündigen Warnstreik zurückkamen, waren die Tore zu und sie mussten für eine Stunde draußen warten.
Dazu Karlo Sattler von der IG Metall Bezirksleitung NRW:
„Diese Arbeitgeber wollen zurück in die Anfänge des letzten Jahrhunderts. Die Menschen heute lassen sich nicht mit Aussperrungen ihr Streikrecht nehmen. Sie haben ein Recht auf faire Teilhabe an guten Gewinnen und kämpfen auch dafür. Streikrecht ist Menschenrecht. Jede Aussperrung ist ein Verstoß gegen die Menschenwürde."
Warnstreik-Video
Die IG Metall Rheine hat ein Video vom Streik gemacht. Das Video kannst du dir bei YouTube ansehen:
Video-Clip:
IG Metall Rheine Warnstreik Textilindustrie
Mehr Informationen zu Warnstreiks und den Tarifverhandlungen unter
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