Tarifkommission fordert u. a. Paket zur Beschäftigung mit 4,5% Einkommensplus und längere Übernahme der Azubis - Resolution zu ThyssenKrupp-Sparplänen
Die Tarifkommission für die etwa 85.000 Beschäftigten in der Eisen- und Stahlindustrie im Tarifgebiet Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen hat heute in Sprockhövel die Forderung zur Tarifrunde 2009 beschlossen.
Forderung
- Erhöhung der Entgelte um 4,5% ab dem 1. April 2009
- Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 4,5% (für alle Ausbildungsjahre orientiert am 3. Ausbildungsjahr)
- Verlängerung und inhaltliche Verbesserung des Tarifvertrags zur Beschäftigungssicherung (Übernahme der Auszubildenden soll von 12 auf 24 Monate ausgeweitet werden)
- Fortschreibung der Ende 2009 auslaufenden Tarifregelung zur Altersteilzeit
- Laufzeit des neuen Tarifvertrags für Entgelte und Ausbildungsvergütungen: Ab dem 1. April 2009 für 12 Monate
Oliver Burkhard, Bezirksleiter der IG Metall NRW
"Wir haben ein Forderungspaket für Beschäftigung und Einkommen geschnürt - für jung, für alt, für alle. Damit verbinden wir angemessene Entgelterhöhung, Beschäftigungssicherung, fairen Ausstieg für Ältere und Perspektiven für die Jüngeren miteinander. Das ist genau die richtige Balance in der aktuellen Situation."
Resolution zu Sparplänen von ThyssenKrupp
Die Tarifkommission formulierte klare Forderungen an die Konzern-Spitze von ThyssenKrupp:
- Keine betriebsbedingten Kündigungen
- Beschäftigungs-, Standort- und Einkommenssicherung
- Erhalt des Stellenwertes der Mitbestimmung im Konzern
Oliver Burkhard:
"ThyssenKrupp muss sich entscheiden, ob es den Umstrukturierungsprozess mit oder gegen die Beschäftigten durchführen will. Umbau darf nicht wieder Abbau heißen. Ich erwarte von der Konzern-Spitze ein Zukunftskonzept, das Standorte und Beschäftigung sichert, anstatt wieder nur mit der Spardose zu rappeln und Kapazitäten abzubauen, die dann im nächsten Aufschwung fehlen."
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