Die Metall-Arbeitgeber machen ein Angebot: Sie wollen das Weihnachtsgeld kürzen.
Die Arbeitgeber haben in der gestern stattfindenden 2. Tarifverhandlung 2,5% angeboten.
Wir rechnen mal nach:
Arbeitgeberangebot ab 1.4.2007: + 2,5% Einkommenssteigerung
Weihnachtsgeld soll um 15 % sinken: - 1,0% vom Jahreseinkommen Einmalzahlungen von 0,5 % auf 1 Jahr begrenzt: + 0,5% Einmalzahlung
Wegfall der Einmalzahlungen nach 12 Monaten: - 0,5% Einmalzahlung
Nach Ende der Vertragslaufzeit verbleiben: +1,5% Einkommenssteigerung
Real handelt es sich also nur um 1,5%. Die Absenkung des Weihnachtsgeldes bedeutet, dass die Arbeitgeber 1% vom Jahreseinkommen für sich behalten wollen. Je nachdem, was man verdient, ist man da schnell bei mehreren hundert Euro!
Die IG Metall hat dieses Angebot abgelehnt. Die Forderung bleibt weiterhin bei einer Erhöhung der Einkommen und Ausbildungsvergütungen um 6,5% für 12 Monate. Denn die Metall- und Elektroindustrie boomt und der Wirtschaft geht es sehr gut.
Außerdem sollen ausbildungsbedingte Kosten in Zukunft komplett von den Arbeitgebern übernommen werden.
Die 3. Tarifverhandlung wird am 16. April in Neuss stattfinden. Am 28. April endet die Friedenspflicht. Danach sind Warnstreiks möglich.
Wer seinem Arbeitgeber kein Geld schenken will, der bleibt bei der Forderung der IG Metall: 6,5% - Plus ist Muss!



